Wasserstoff-Atlas Deutschland entsteht

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Um die enormen Möglichkeiten, die Wasserstoff bietet, auch ausschöpfen zu können, hat die Bundesregierung die nationale Wasserstoffstrategie entwickelt. Sie wird flankiert durch Projekte mit Unterstützung etwa des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner von der OTH Regensburg entsteht dabei in Kooperation mit dem VDMA der Wasserstoffatlas Deutschland.

Beim derzeit entstehenden Wasserstoffatlas Deutschland handelt es sich um eine WebApp mit einer interaktiver Karte. Das dreijährige Projekt in Kooperation mit dem VDMA wird vom BMBF mit rund 700.000 Euro gefördert. Vorbild für das Kartenwerk ist unter anderem das COVID-19-Dashboard des Robert-Koch-Instituts. Der Bestand aller Power-to-X-Anlagen sowie die Wertschöpfungsketten von grünem Wasserstoff in den einzelnen Regionen sollen jeweils aktuell abrufbar sein. 


Die Bestandsanalyse des globalen P2X-Bestandes baut auf einer seit 2012 von der Forschungsstelle Energienetze und Energiespeicher (FENES) an der OTH Regensburg gepflegten Datenbank auf. Als Leiter der Forschungsstelle sieht Prof. Michael Sterner enormes Potenzial für den Wasserstoffatlas Deutschland: „Der Wasserstoffatlas bietet die Möglichkeit, Potenzial, Verbrauch, Kosten und Emissionsminderungen auf regionaler Ebene einzuschätzen. Damit bekommen sie ein flächendeckendes Instrument an die Hand, welches den Einstieg in konkrete technische Planungen erleichtert.“ Mit einem entsprechenden Ausbau von P2X-Anlagen könnte Wasserstoff zukünftig in vielen Bereichen eine tragende Rolle im Klimaschutz spielen; beispielsweise für Prozesswärme in der Industrie, zur Herstellung von Rohstoffen für die Chemie- und Stahlindustrie sowie zur Gewinnung von synthetischen Kraftstoffen für Schiffe, Züge oder Flugzeuge. Weitere Infos hier.