Normungsarbeitskreis für Kunststoffzahnräder

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Mit dem DIN-NA 060-34-15-01 AK nimmt sich der Fachbereich Antriebstechnik dem Thema „Kunststoffzahnräder“ an.

Auf der Januar-Sitzung des DIN-Arbeitsausschusses „Zahnrad-Tragfähigkeitsberechnung“ (NA 060-34-15 AA) wurde der Gründung des Unterausschusses „Kunststoffzahnräder“ zugestimmt. Dieses Gremium hat die Aufgabe, eine Norm zu erstellen, die sowohl den derzeitigen Stand des Wissens als auch neue Erkenntnisse aus der Forschung zusammenfasst, um zu einem späteren Zeitpunkt als Diskussionsgrundlage in die internationale Normung eingebracht zu werden.

Vorausgegangen waren Überlegungen, wie den Herstellern und Anwendern von Kunststoffzahnrädern eine breite und fundierte Grundlage zur Verfügung gestellt werden kann, die den Anforderungen der Industrie genügt. Die derzeit existierenden Richtlinien zum Thema bestehen aus einem japanischen Standard und der VDI 2736. Nach Ansicht der Experten herrscht hier eine Diskrepanz zwischen der Anzahl in der Praxis verwendeten Kunststoffzahnrädern und dem Stand des Wissens.

Es haben bereits Vertreter aus Forschung, Verzahnungsherstellern und -anwendern als auch der Werkstoffhersteller ihre aktive Mitarbeit im Gremium zugesagt, welches unter einer Doppelspitze, bestehend aus einem Vertreter der Industrie (Herr Klemens Humm, ZF Friedrichshafen AG) und einem Vertreter der Forschung (Prof. Joachim Hausmann, Institut für Verbundwerkstoffe, TU Kaiserslautern), geführt wird.

Die erste Aufgabe des Gremiums ist die Priorisierung der zukünftigen Inhalte auf Grundlage der bereits im Arbeitsausschuss „Zahnrad-Tragfähigkeitsberechnung“ getroffenen Entscheidung, dass die Aufmerksamkeit vorrangig auf die Werkstoffparametern zu richten sei, bevor die Erarbeitung geeigneter Berechnungsmethoden erfolgen kann. Neben den Festlegungen, welche Schadensformen, Verfahren der Tragfähigkeit oder Methoden zur Ermittlung der Werkstoffkennwerte für die Tragfähigkeitsverfahren berücksichtigt werden, steht ebenfalls noch die Diskussion zu den im zukünftigen Dokument zu behandelnden Verzahnungsarten und deren Spezifikationen aus.

Die Gremienleiter sprachen sich für einen engen Austausch mit den dadurch betroffenen Arbeitsausschüssen „Kegelradverzahnungen“, „Schneckenradverzahnungen“ und „Zahnrad-Werkstoffe“ aus.

Das Kick-Off-Meeting des neuen Gremiums wird im Mai 2021 stattfinden.