Mitgliedstaaten ebnen Weg für neue Elektromotorenverordnung

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Der VDMA unterstützt die neue Verordnung über Elektromotoren und Frequenzumrichter gestimmt. Gleichzeitig mahnt der Verband, dass damit ein Wendepunkt bei den Ökodesign-Maßnahmen an Elektromotoren erreicht ist.

Die EU Mitgliedstaaten haben am 14. Januar für die neue Verordnung über Elektromotoren und Frequenzumrichter gestimmt und damit den Weg für neue Ökodesign-Effizienzstandards geebnet. Die neue Verordnung wird den Geltungsbereich ihres Vorgängers 640/2009/EG auf weitere Motortypen ausdehnen und die Mindestanforderungen für Motoren und Frequenzumrichter erhöhen. „Diese Ökodesign-Verordnung ermöglicht einen weiteren Beitrag von Effizienztechnologien zu den Klima- und Energiezielen der EU", sagt Naemi Denz, Mitglieder der VDMA-Hauptgeschäftsführung. Allerdings müssen erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. „Die neue Maßnahme ist ehrgeizig. Sie stellt sowohl für Hersteller als auch für Nutzer eine Herausforderung dar". Neue Effizienzanforderungen haben häufig Auswirkungen auf die Größe der Motoren, so dass die Anwender ihr jeweiliges Maschinen- oder Anlagendesign anpassen müssen. 

Mit Blick auf die Zukunft warnt der VDMA, dass ein Wendepunkt bei den Ökodesign-Maßnahmen an Elektromotoren erreicht ist: Die Bemühungen zur Effizienzsteigerung des Motors werden künftig kaum noch genügend Ergebnisse liefern, um eine weitere Regulierung zu rechtfertigen. „Mit dieser neuen Verordnung stoßen wir an eine Grenze der Effizienzsteigerung. Das größere, ungenutzte Potenzial liegt im erweiterten System um den Motor herum", sagt Denz, „Die Erfassung des erweiterten Systems stellt eine regulatorische Herausforderung dar, ist aber der richtige Weg für zukünftige Ansätze".

Eine weitere Erhöhung der Energieeffizienzklassen von Motoren und Frequenzumrichtern produktbezogene Energieeinsparpotenzial aufgrund der bereits hohen Wirkungsgrade nur minimal verbessern. Verbesserungen, die häufig schon durch eine nicht optimale Auslegung der Maschine oder Anwendung im Verhältnis zum Motor oder Frequenzumrichter zunichte gemacht werden können. In dieser Hinsicht wäre es effektiver, einen erweiterten Produktansatz zu wählen. Die Fortsetzung des derzeitigen Weges würde den Zielen des Ökodesign-Rahmens 2009/125/EG widersprechen, der ein erhebliches Verbesserungspotenzial erfordert.